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Pressemeldungen

Burghausen ist bunt und wird noch bunter werden

Willkommensfeier mit 100 Neubürgern: Fröhliche Stimmung bei Buffet und kostenlosen Stadtführungen

Zum dritten Mal lud die Stadt Burghausen am Samstag zu einer Willkommensfeier der Neubürger ein. Dieses Mal haben sich die Verantwortlichen etwas Neues einfallen lassen, denn statt theoretisch über Burghausen zu informieren, bekamen die Neu-Burghauser durch den Gästeführerverein eine Stadtführung. Davor gab es ein reichhaltiges Buffet und eine herzliche Begrüßung.

Mehr als 900 Bürger waren eingeladen worden, an der Feier teilzunehmen, rund 100 sind gekommen. Die meisten von ihnen waren Deutsche, die aus beruflichen Gründen oder der Liebe wegen in die Salzachstadt gezogen sind oder Ruheständler, die ihren Lebensabend in Burghausen verbringen möchten. Auch aus Kriegsgebieten Geflohene folgten der Einladung. Eine Gruppe syrischer Männer etwa, die zwar noch mit gebrochenen Deutschkenntnissen, aber überzeugend sagten: „Burghausen ist einfach toll.“ Bürgermeister Hans Steindl hieß jeden einzelnen Neubürger per Handschlag willkommen.

In seiner Willkommensrede ging der Bürgermeister auf die aktuelle Flüchtlingsproblematik ein. Jetzt seien stürmische Zeiten und Burghausen als Stadt sei auch nur ein kleines Rädchen in diesen globalen Verkettungen, dennoch sei der Zuzug der Geflohenen bislang relativ ruhig verlaufen. Wichtig sei, dass die Situation überschaubar bleibe. Für Bürgermeister Hans Steindl ist es „völlig selbstverständlich, dass wir eine Vorbildfunktion ausüben“. Wegen des ausgewogenen Haushaltes könne die Stadt „im Sinne der Solidarität“ auch mehr leisten, aber eben nicht unendlich. Bisher seien ca. 150 Asylbewerber angekommen, 120 werden in der Jugendherberge untergebracht und rund 30 konnten privat vermittelt werden. Mit der Flüchtlingsunterkunft in der Neustadt, die derzeit neu gebaut wird, werde man ca. 500 Menschen aufnehmen. Das entspreche mehr als zwei Prozent der Burghauser Bevölkerung. Andere Städte lägen noch immer bei 0,2 Prozent.

„Das Wichtigste ist, die Geflohenen zu integrieren. Wir sind eine weltoffene, liberale Stadt und wir möchten den Dialog. Sprechen Sie uns an. Teilen Sie uns ihre Sorgen, Probleme und Wünsche mit. Ich verspreche Ihnen, jeder einzelne bekommt eine Antwort“, sagte Steindl. Er forderte alle Neubürger auf, sich in der Stadt zu engagieren sowie das große Vereinsangebot zu nutzen.

Die Vorsitzende des Integrationsbeirates, Serap Kangal, begrüßte die Neubürger ebenfalls und stellte fest: „Burghausen ist bunt und wird noch bunter werden.“ Die gebürtige Burghauserin lud zur Interkulturellen Feier am 25. Oktober um 18.30 Uhr ins Bürgerhaus ein. Auch sie signalisierte Offenheit und Gesprächsbereitschaft. „Kommen Sie auf uns zu! Wir vermitteln Ansprechpartner, nehmen ihre Anregungen auf und freuen uns über Ihre Mitwirkung.“

Hans Steindl dankte den Gästeführern als „Botschafter der Stadt“ für die Führungen. Der Integrationsbeirat verteilte noch fair gehandelte Schokolade als Wegzehrung. Insgesamt war es ein fröhlicher Nachmittag mit vielen guten Gesprächen. Es wurden sicherlich einige Telefonnummern getauscht.

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