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1. Schauspiel Stadt Burghausen - Marie Curie

Auf einen Blick

  • Burghausen
  • 27.10.2022
  • 20:00 - 23:00
  • Theater/ Schauspiel
„Ich habe gelernt, dass der Fortschritt weder kurz noch unbeschwerlich ist. Aber er ist getragen vom Geist derer, die sich ihm verschrieben haben. Und bei aller Düsternis um uns herum: Ich glaube nicht an die Gefahr, dass der Geist des Abenteuers je aus unserer Welt verschwinden könnte. Wenn irgend etwas lebenskräftig ist, so ist es dieser Geist des Abenteuers, der unausrottbar scheint und sich mit der Neugier verbindet und neue Entwicklungen und Entdeckungen vorantreiben wird“. Marie Curie
Sie war Europas erste Doktorin der Naturwissenschaften. Sie war Frankreichs erste Professorin. Sie war die erste Frau, die einen Nobelpreis bekam und der erste Mensch, der noch einen zweiten erhielt. Marie Curie war in vielem ihrer Zeit voraus und bahnte sich ihren Weg in die Männerwelt Wissenschaft. Als Frau bestand sie öffentlich auf ihrem Anteil an der gemeinsamen Forschung mit dem Ehemann. Als Witwe leistete sie sich eine Affäre mit einem jüngeren Mann und vermutlich eine Beziehung mit einer Frau. Und als Mutter zog sie zwei emanzipierte Töchter groß. Sie prägte eine ganze Forscherinnendynastie, die über Jahrzehnte weiterwirkte. Marie Curie, die als Maria Sklodowska am 7. November 1867 in Warschau geboren wurde, gilt bis heute als Ikone, als Vorzeigeforscherin und Kämpferin gegen Widerstände in einer von Männern dominierten Welt. Sie musste tiefe Krisen meistern. Die Schlimmste nach dem plötzlichen Unfalltod ihres Mannes Pierre. Dieser unfassbare Verlust warf sie nieder. Ausgebrannt und einsam glaubte sie, nicht mehr weiterleben zu können. Aber sie kämpfte sich immer wieder auf die Füße, arbeitete noch härter und übernahm sogar den Lehrstuhl ihres verstorbenen Mannes. Welche innere Kraft, welche unbändige Neugier auf Wissen und Forschung haben diese außergewöhnliche Frau angetrieben? Die gemeinsame Forschungsarbeit mit Pierre Curie und ihre Entdeckung des Radiums gelten bis heute als Meilensteine der chemischen Forschung. Marie Curie widmete ihr Leben der Wissenschaft, schonungslos gegen sich selbst. Forschungsergebnisse veröffentlichte das Ehepaar Curie unentgeltlich: „Désintéressé“ war für beide der moralische Kompass ihrer Arbeit. Persönlicher Gewinn war nie das Ziel, ihr Wissen sollte der Menschheit dienen. So hat es Marie auch nach dem Tod ihres Mannes bis zu ihrem eigenen Ende gehalten. An den Fronten des Ersten Weltkriegs war sie mit einem Röntgenmobil unterwegs, wollte Leben retten und musste doch soviel Tod und Elend ertragen. Marie Curie war eine engagierte Europäerin, arbeitete für den Völkerbund und setzte sich für Frieden, Freiheit und Gleichberechtigung ein. Zu verhindern, dass auch aufgrund ihrer wissenschaftlichen Erkenntnisse die fürchterlichste Waffe der Menschheit, die Atombombe, entwickelt wurde, war ihr nicht mehr vergönnt. Im Sommer 1934, am 4. Juli, endete das außergewöhnliche Leben von Marie Curie. In einem Schweizer Sanatorium erlag sie, von Strahlung geschwächt, einer „perniziösen Anämie“ (Blutarmut). Albert Einstein nannte sie seine „trotzige Schwester“ und würdigte sie: „Sie war von einer Stärke und Lauterkeit des Willens, von einer Härte gegen sich selbst, von einer Objektivität und Unbestechlichkeit des Urteils, die selten in einem Menschen vereinigt sind.“
Mit MARIE CURIE setzen wir nach dem 2. INTHEGA Preis 2018 für HILDEGARD VON BINGEN – DIE VISIONÄRIN die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Autorin Susanne Felicitas Wolf fort. Auch dieses Schauspiel erzählt wieder von einer starken Frau und ihrem bedingungslosen Leben am Limit. Und natürlich ist Anja Klawun die Schauspielerin, die dieser einzigartigen Kraft Gesicht und Stimme gibt.


Schauspiele Saison 2022/ 2023
 
Donnerstag, 27. Oktober 2022                                                 
Marie Curie Biografisches Schauspiel                                      
von Susanne Felicitas Wolf                                                     
Theaterlust Dorfen                                                                  
 
 
Mittwoch, 23. November 2022                                                 
Don Quijote nach Cervantes von Jakob Nolte nach Cervantes   
New Globe Theaer Potsdam
 
Dienstag, 24. Januar 2023                                                       
Antigone von Sophokles                                                         
In der Nachdichtung von Walter Jens
Württemberg. Landesbühne Esslingen                                     
 
Dienstag, 7. Februar 2023                                                                                                         
(R)Evolution Eine Anleitung zum Überleben im 21. Jahrhundert
von Yael Ronen und Dimitrij Schaad ,                                      
Inspiriert von Yuval Noah Harari
Metropoltheater München
 
Montag, 27. März 2023                                                           
ENDLOSE AUSSICHT Uraufführungsproduktion  KUNSTFEST WEIMAR
Schauspiel von Theresia Walser   Rowohlt Theaterverlag, Hamburg
Mit Judith Rosmair   Regie: Judith Rosmair & Theresia Walser
           
                                                    


Gut zu wissen

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Burghausen

Stadtplatz 99

84489 Burghausen - Altstadt Burghausen


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Fax: +49 8677 / 887-144

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1. Kategorie: 25,00 € Abo 1. Kategorie: 100,00

2. Kategorie: 20,00 € Abo 2. Kategorie: 90,00

3. Kategorie: 16,00 € Abo 3. Kategorie: 74,00

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